HörBesuch #22 - Die neue ESC-Leitlinie Herzinsuffizienz

Shownotes

Neues Podcast-Format: Kardio-Wissen in 5 Minuten Der ESC 2026 kommt als Podcast in Ihre Praxis – hausärztlich aufbereitet, kurz und kompakt. Das Besondere: Der Podcast „HörBesuch meets CardioFlash Extra“ wird KI-gestützt generiert und durch Hausarzt Dr. Dierk Heimann validiert. Wie gefällt Ihnen das neue Format für Ihren Praxisalltag? Was können wir bei Länge, Aufbereitung oder Themenauswahl noch besser machen? Wir freuen uns über Ihr Feedback: info@medizinundmedien.eu


Neue ESC-Leitlinie zur Herzinsuffizienz: https://academic.oup.com/eurheartj/advance-article/doi/10.1093/eurheartj/ehag100/8766302?login=false

Neue ESC-Leitlinien für Patient*innen:  https://www.escardio.org/guidelines/clinical-practice-guidelines/guidelines-for-patients/2026-patient-guidelines/

Transkript anzeigen

00:00:00: Hörbesuch mit Skardio Flash Extra.

00:00:02: Wissen

00:00:03: im Podcastformat.

00:00:07: Die meisten neuen Leitlinien machen das Leben komplizierter Liebe Kolleginnen und Kollegen.

00:00:13: Und das unabhängig davon, welche Fachgesellschaft sie veröffentlicht!

00:00:18: Doch heute Morgen ist auf der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie ausnahmsweise mal das Gegenteil passiert – die druckfrischen Guidelines for the Management of Heart Failure zu Herzinsuffizienz räumen mit viel Ballast auf….

00:00:33: In einem Satz, es gibt nur noch zwei pragmatische Einteilungen der Herzinsuffizienz und auch bei der Therapie wird es simple and short.

00:00:49: Mein Fazit für unsere Hausarztpraxen vorweg, aus drei oder sogar vier Gruppen eingeteilt.

00:00:55: nach der Ejektionsfraktion werden ab jetzt zwei Medikamente und Interventionen künftig nach ihrer Funktion geordnet.

00:01:04: Das vereinfacht Entscheidungen bedeutet aber dennoch keine Einheitsbehandlung.

00:01:09: Die Einordnung

00:01:14: Beginnen wir mit der Einteilung Bisher unterscheide die europäische Leitlinie zwischen einer reduzierten Ejectionsfraktion bis zu einem Mittelgruppe von ca.

00:01:24: forty-neinundvierzig Prozent und einer erhaltenen Ejectionfraktion ab fünfzig Prozent.

00:01:31: Die Mittelgruppe entfällt, künftig gilt eine Ejektionsfraktion unter fünfzig prozent als reduziert und ab fünfzig Prozent als

00:01:41: erhalten.".

00:01:42: Die verdichtete Aussage, Menschen in der bisherigen Mittelgruppe ähneln in ihrem Krankheitsmechanismus und ansprechen eher der Gruppe mit einer reduzierten Pumpfunktion.

00:01:52: zusätzlich ersetzt dekompensierte Herzinsuffizienz die Bezeichnung akute Herzinsufficient.

00:02:00: Denn eine Verschlechterung kann sich schließlich auch schrittweise entwickeln – etwas was ich in meinem Praxisalltag immer wieder erlebe!

00:02:08: Neu ist außerdem ein dynamisches Stufenmodell von A bis D, vom erhöhten Risiko ohne manifeste Herzinsuffizienz bis hin zur fortgeschrittenen Erkrankung.

00:02:20: Prävention und früher Therapiebeginn gehören damit zu derselben Versorgungskette – auch die Therapie erhält eine neue Ordnung!

00:02:30: Erstens gibt es eine medizinische Basistherapie mit der stärksten Evidenz für alle Patientinnen und Patienten.

00:02:37: In zweiter Reihe folgen Medikamente für bestimmte Untergruppen oder zur Symptomverbesserung.

00:02:44: Drittens bilden interventionelle Therapien eine eigene Klasse, so wird schneller sichtbar was ist Basis?

00:02:51: Was Ergänzung?

00:02:52: Und wann braucht es die kardiologische Mitbehandlung?

00:03:02: Ein bedeutsames Therapiedelter betrifft Mineralokorticoid-Rezeptor-Antagonisten.

00:03:07: Die neue europäische Leitlinie, spricht bei chronischer Herzinsuffizienz eine starke Empfehlung unabhängig vom Status der Ejektionsfraktion aus.

00:03:18: Die nationale Versorgungsleitliniekronische Herzinsufficient ordnet diese Wirkstoffgruppe bislang vor allem der prognoseverbessenden Therapie.

00:03:27: Bei erhaltener Ejektionsfraktion empfiehlt sie dagegen ein Glyphlozin, bei Flüssigkeitsretentionen ein Diuretikum.

00:03:39: Was heißt das im Alltag?

00:03:45: Auch bei der Einteilung bleibt ein Unterschied – Das gültige Medikamentenkapitel der nationalen Versorgungsleitlinie arbeitet weiterhin mit drei Gruppen reduziert leicht reduziert und erhalten, die übrigen Kapitel werden derzeit überarbeitet.

00:04:02: Der deutsche Vergleich ist deshalb momentan nur für die medikamentöse Therapie

00:04:08: belastbar.".

00:04:09: Was heißt das für den hausärztlichen Alltag?

00:04:12: Eine Ejectionsfraktion zwischen einundviertig und neunundvierzig Prozent ist künftig keine therapeutische Zwischenablage mehr.

00:04:20: Sie rückt näher an die reduzierte Herzfunktion, gleichzeitig bleibt jede Erweiterung um einen Mineralokorticoid-Rezeptor Antagonisten an Nierenfunktion Kalium Blutdruck Volumenstatus und Verträglichkeit gebunden.

00:04:43: Für meinen Praxisalltag ab Montag heißt das, die neue europäische Leitlinie vereinfacht meine Landkarte der Herzinsuffizienz erheblich.

00:04:53: Zwei Gruppen statt drei eine erkennbare Basistherapie und eine klare Trennung zwischen Basis Ergänzung und Intervention.

00:05:02: Zusätzlich kommt dem NT Pro BNP zukünftig in der Diagnostik ein deutlich höherer Stellenwert zu.

00:05:11: Damit kann ich gezielter und schneller meinen Patientinnen und Patienten helfen, und halte mit dem MPA Gliflozin zudem eine breit empfohlene Basissubstanz in Händen die per Praxisbesonderheit mein Budget schont.

00:05:26: Danke dass Sie zugehört

00:05:31: haben!

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